Bilder eines Seoul-Umlaufes mit dem A346.

Die meisten Leute fliegen gerne nach Seoul, vor allem weil man innerhalb von 3 Arbeitstagen an knapp 24 Flugstunden kommt.
Diesmal hatte ich aber die Gelegenheit, einen freien Tag vor Ort zu haben. Darauf freute ich mich.

Pünktlich, knapp 1h nach Sonnenuntergang, legten wir in Frankfurt ab und rollten zu Startbahn 25R.
Nach knapp 10 Minuten Wartezeit flogen wir los. Der Streckenverlauf war absolut identisch zu dem im Bericht vor einiger Zeit. Hier der Link dazu.

Deutschland war wolkenlos und die beleuchteten Städte zeichneten sich toll unter dem Vollmond ab. Kurz hinter der polnischen Grenze zogen dann auch Wolken auf, so dass es bis zum Sonnenaufgang über dem südchinesischen Meer nichts Interessantes zu sehen gab.

Angekommen in Seoul ist man verständlicherweise sehr müde. Die innere Uhr sagt es ist 6h morgens, draußen ist es aber gerade 14h.
Man kann sich nun hinlegen und lange schlafen, wacht dann aber gegen Mitternacht Ortszeit auf und weiß z.b. nicht, was man machen soll. Dies ist für den Körper aber die wohl gesündeste Alternative. Anderseits kann man sich nur knapp 2-3h hinlegen und sich dann gegen 17h wieder aus dem Bett quälen (wirklich hart) um etwas unternehmen und abends wieder, oder immer noch müde zu sein. Die anstrengendste Variante ist wachbleiben, abends todmüde ins Bett zu fallen und hoffen, bis morgens zu schlafen.
Nun ist es mitunter nicht leicht, dem Körper klarzumachen, um Mitternacht (16h deutsche Zeit) einzuschlafen und um 8h (Mitternacht deutsche Zeit) wieder aufzustehen. Jeder, der schon einmal eine Reise in den Fernen Osten unternommen hat, kann dies wohl nachvollziehen.

An dem freien Tag in Seoul unternahmen wir zu viert eine organisierte Tour an die Grenze nach Nordkorea und in die DMZ (demilitarisierte Zone).

Wir sahen eine Stadt in der DMZ. Laut Aussage der Tourguides dürfen die Bewohner bei Einbruch der Dunkelheit ihre Häuser nicht mehr verlassen, erhalten aber im Gegenzug eine Reihe von Vergünstigungen; u. a. sind sie vom Militärdienst befreit und müssen auch keine direkten Steuern bezahlen.
Wir stiegen an einem Aussichtspunkt aus und sahen entfernt im Norden die Stadt Kijŏng-dong („Friedensdorf“). Sie gilt als „Propagandadorf“, in dem sich hauptsächlich nordkoreanische Soldaten aufhalten sollen. Früher wurde aus dieser Stadt nordkoreanische Propaganda über Lautsprecher in südkoreanische Richtung verbreitet.
In Kijŏng-dong konnte man eine große nordkoreanische Flagge erkennen. Mit 160m Höhe ist es der höchste Flaggenmast der Welt. Allein die Flagge wiegt knapp 300kg.
Es war eine eigenartige Stimmung zu spüren. Uns wurden Tunnel, die der Norden für den Kriesgfall gegraben hat, gezeigt und wir sahen Brücken in der DMZ, die mit Sprengstoff überzogen waren, um in Ernstfall alle Brücken zu sprengen uns somit alle Straßen zu blockieren.
Sehr gruselig war auch die Fahrt durch immer noch aktive große Minenfelder innerhalb der DMZ und der Besuch der Dorasan-Station. Dies ist ein großer, von Süd-Korea gebauter, Bahnhof, welcher nach einer Wiedervereinigung den Personenzugverkehr mit dem Norden ermöglicht. Momentan dient dieses Bahnhofsgebäude jedoch nur als Touristenattraktion.

Alles in allem ein tolles Erlebnisse, auch wenn an sehr vielen Stellen ein striktes Fotografier-Verbot :-( herrschte.

Der Rückflug verlief ohne Besonderheiten. Wir hatten einen tollen Blick auf Teile von China und sahen ganz kurz auch die chinesische Mauer nördlich von Peking. An das Gerücht, man kann diese vom Weltraum aus mit bloßem Auge sehen, glaube ich allerdings seitdem nicht mehr.

Hier findet ihr jetzt einige Bilder des Umlaufes in chronologischer Reihenfolge. Wir hoffe, sie gefallen Euch und Ihr findet Zeit und Laune einige Kommentare unter die Bilder und natürlich unter diesen Blog zu setzen.

Abendstimmung - Der aufgehende Vollmond vor einer Boeing 747

Das nächtliche Berlin in Richtung Süden fotografiert

Blick nach Links, also nach Norden –Neubrandenburg

Szczecin an der Odermündung in Nordpolen

Ein ruhiges nächtliches Plätzchen in 11100 Metern über Russland

Die Stadt Tieshan auf der Halbinsel Dalian

Auch auf Dalian: Die Stadt Lüshun

In der mittäglichen U-Bahn in Seoul

Rauchschutzhauben auf jeder U-Bahn Station

Brav anstehen bevor die U-Bahn kommt

Nachtleben in Seoul - ein freundlicher Straßenimbiss

Bulgogi – ein koreanisches Festtagsgericht.

Lost in Korea – schlaflos in Seoul

Fernrohre in Richtung Nord-Korea in der DMZ

Nordkorea – hier die die Stadt Kijŏng-dong (Propaganda Town)

Viele koreanische Namen auf einer Tafel auf der Dorasan Station

Der koreanische Soldat auf Dorasan Station als Fotofigur

Ein streng und ernst schauender Soldat

Die streng bewacht Grenze zu Nordkorea am Fluss Hangang

Ein typisches lokales Restaurant in der Innenstadt von Seoul

Straßenszene im Stadtteil von Seoul namens Itaewon

Auf dem Rückflug: entferntes Nordkorea

Tiefstehende Sonne im Südosten von China

Eine von unzähligen chinesischen Fabriken in der Nähe von Peking

China: Die Stadt Yangcun und die Yangcun Airbase

Die Stadt Shuangjie Zehn und der Fluss Yongdingxin in China

Zwei kreisrunde Berge im Hochland der Mongolei

Die untergehende Sonne über dem Baikalsee




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Sie lesen gerade “Bilder eines Seoul-Umlaufes mit dem A346.”, geschrieben von tomso.
Veröffentlicht:
Am 18:54 um 18:54 Uhr

Kategorie Layover, Flugberichte, Reiseberichte

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